Heiße Trommlerin im engen Oberteil sorgt für Verwirrung

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Der USV-TU Dresden startete erfolgreich in eine weitere Saison der Superlative. Zwar blieben die von Führungsspieler Felix Merte geforderte kubanischen Neuzugänge aus, aber sämtliche Ernährungs- und Trainingspläne, von Headcoach Dietze individuell gestaltet, wurden hervorragend umgesetzt. Vor allem Hari Teßmann konnte hier auf ganzer Linie überzeugen. Für jedes abgenommene Kilo spendete der Verein 1000,00 Euro an eine gemeinnützige Organisation. Drei Neuzugänge konnten derweil für die aktuelle Saison verpflichtet werden. Zum einen wird Ron Heinold die USV-Buben auf der Libero-Position unterstützen, der die große Lücke, die Sebastian Oppel vor 2 Jahren hinterlassen hat, schließen möchte und zum anderen konnte mit Yannikov Mertech ein vielversprechender tschechischer Nachwuchsspieler vom Konkurrent VC-Dresden abgeworben werden. Ausschlaggebend waren hier wohl die bessere sportliche Perspektive und die lukrativere Aufwandsentschädigung gegenüber dem finanziell arg gebeuteltem Stadtrivalen. Des Weiteren komplettierte Mittelblocker und leidenschaftlicher GTI-Fahrer Christopher Schulz, berühmt und berüchtigt durch seinen langen Anlauf, die Mannschaft. Lediglich einen Abgang musste der letztjährige Stadtmeister verkraften. Adrian Ziegra verabschiedete sich mit einer herzzerreisenden Nachricht über einen weitverbreiteten Messenger. Der USV wünscht ihm alles Gute auf seiner nächsten Mission bei Moped Mickten.

Auch hinter den Kulissen gab es einige tiefgreifende Veränderungen. Die Marketingabteilung wurde rund um Chief First Executive Director Tobi Nolan mit Richi Jey, einem sehr #motibierten Praktikanten, neu strukturiert. Dem eingefleischten USV-Fan wird sicherlich der neue Schliff in den Teasern aufgefallen sein. Über einen neuen Partner hinter den Tresen freut sich der USV besonders. Die hopfenhaltige Getränkeversorgung wird diese Saison durch Vier Vogel Pils unterstützt.

Nach 4 absolvierten Spieltagen grüßt der USV von der Tabellenspitze und erwischte einen Start nach Maß. Am ersten Spieltag konnten die Elbestädter gegen die junge Truppe von den Delitzsch Mavericks 3 Punkte einfahren. 3:1 (27:25; 25:18; 16:25; 25:18) hieß es hier am Ende für die Männer um Kapitän Thomas Langnau. Zwar konnten die USV-ler frisurentechnisch nicht mit den GSVE-Bubis mithalten, deshalb sucht der USV für kommende Saison noch händeringend einen Spieler mit Undercut, um auch modisch in der Regionalliga mithalten zu können. Beim Knuddelfaktor, der auch letztendlich ausschlaggebend für den Sieg war, hielt Tobias Dietze gegenüber Sebastian Reichstein, der in der ein oder anderen Situation etwas angespannt agierte, klar die Oberhand.

Im zweiten Spiel der Saison, setzte sich der USV klar mit 3:0 (15:25; 23:25; 19:25) gegen Neuling SV Tröbnitz durch und erlangte dadurch erstmalig die Tabellenführung in dieser noch jungen Saison. Vorm Spiel entschloss man sich gegen den Stadionbesuch bei den Randsportlern von Dynamo Dresden und unterstütze die 1.Damenmannschaft des USV geschlossen, bevor es auf die beschwerliche Autofahrt ins dichtbewaldete Thüringen ging. Während die Damen unten fighteten, nutzte Yannikov Mertech seinen tschechischen Charme und knüpfte amouröse Bindungen zum gegnerischen Publikum. Dieser Umstand war wahrscheinlich auch der Grund für den verschlagenen Matchball im Spiel gegen Tröbnitz. Mittlerweile sehr gut angekommen in der Regionalliga scheint auch Kay Trautvetter, der an diesem Tag Robert Liebscher fast gleichwertig ersetzen konnte. Sehr positive optische Reize boten die heimischen Trommlerinnen, die den USV-Auswechslern die Wartezeit bis zur Einwechslung versüßten. Man hatte fast den Eindruck als ob die Auswechselspieler lieber draußen geblieben wären um die sanfte Trommlerin im engen Oberteil bei der Ausübung ihrer Tätigkeit zu bestaunen.

Der vorläufige Höhepunkt der Saison zeichnete sich im Regionalliga-Klassiker gegen den VSV-Oelsnitz ab. Mit einem hart erkämpften 3:2 (25:11; 16:25; 31:29; 23:25; 12:15) Sieg, verteidigten die Dresdner die Tabellenführung. Dabei gab es im ersten Satz keinen Grund zur Annahme, dass der USV an diesem Tag Zählbares aus Oelsnitz mitnimmt. Erst mit der Hereinnahme, Ende des ersten Satzes, durch den erfahrenen Regionalligaspieler Robert Liebscher kam neuer Mut in die Truppe. Mit den Punkten 10 und 11, in unwiderstehlicher Liebscher-Manier, sicherte er nicht nur die Tabellenführung, sondern riss auch die gesamte Mannschaft aus ihrem Tief.

Im 2. Heimspiel der Saison konnte die Tabellenführung erneut verteidigt werden. Gegen die Los Engeles Volleys reichte ein 3:1 (24:26; 25:21; 25:14; 25:14) Sieg um weiter ungeschlagen zu bleiben. Da die Mettigel vom DSSV, obwohl die USV-ler aus der Ferne gedanklich die Daumen drückten, gegen Oelsnitz patzten, beträgt der Vorsprung auf die Verfolger nun 2 Punkte. Dabei erwischte der USV gegen agile Leipziger keinen guten Start. Wahrscheinlich demotiviert durch die Erkenntnis, dass die Dresdner frisurentechnisch wieder nicht gegenüber den jungen Leipzigern mithalten konnten, verlor man den 1. Satz. Auf Nachfrage bestätigten die jungen Leipziger, dass sie seit 2 Jahren einen Mannschaftsfriseur besitzen, denn diese gaben ein sehr einheitliches Bild ab und sahen alle gleich-chique aus. Mit der Hereinnahme des tschechischen Neuzugangs Yannikov Mertech wendete sich das Blatt. Kurz vor Spielbeginn hatte er von seinem Papi einen selbstgebastelten Drachen geschenkt bekommen. Die Freude über dieses Geschenk spiegelte sich auf dem Parkett wider. Ein weiterer Faktor für den Sieg war wieder ein sehr gut aufgelegter Robert Liebscher, der jetzt spielübergreifend 5 von 6 Angriffen erfolgreich in Punkte umwandelte und damit maßgeblich Anteil am positiven Lauf der Studenten hat. Unerfreuliches ereignete sich vor dem Spiel an der Zapfanlage. Technische Probleme verhinderten den Ausschank des köstlichen Vier-Vogel-Pils‘. Der USV hofft diese bis zum nächsten Heimspiel gegen Krostitz zu lösen, um nicht wieder deren Bier im Flaschenformat anbieten zu müssen.

Der USV ist heiß, der USV ist gallig und will die Tabellenführung am Wochenende weiter verteidigen. Dafür muss der USV am kommenden Samstag nach Erfurt. Mit den Thüringer hat man noch einer Rechnung offen, nachdem man letzte Saison zweimal den Hintern versohlt bekam.